St. Pauls/Raiffeisen: Tarantino, Huber, Kreiter, Ioris, Greif, Lazzeri (ab 81. Schweigkofler), Tobias Sinn (ab 71. Dellemann), Schieder, Stein, Wirth (ab 61. Palma), Bovolenta
Meran: Antino, Zampiello, Luca Baggio, Mehovic, Perezzani, Armah, Narda (ab 63. Kabilo), Marco Baggio, Malcangio (ab 46. Strobl), Rossi (ab 78. Rossi), Kaptina
SR: Serena (Bassano d. Grappa)
Tor: 0:1 Kabilo (67.)
St. Pauls liebt es spannend. Die Überetscher verloren das direkte Abstiegsduell gegen Meran und holten Rossi & Co. damit wieder ins Boot. Meran war von den abstiegsgefährdeten Klubs die einzige Mannschaft, die voll punktete.
Auf dem Kunstrasenplatz von St. Pauls mussten die Hausherren mit Kapitän Staffler, Ambach, Werth (alle verletzt) sowie den gesperrten Georg Sinn und Zaggia fünf Spieler vorgeben. Meran trat in Bestbesetzung an, Neuzugang Strobl musste zu Beginn auf die Bank, konnte aber nach seiner Einwechslung keinerlei Akzente setzen.
Unter dem Strich kam ein kampfbetontes, mitunter hektisches Spiel heraus, in dem gute Chancen lange Zeit Mangelware blieben. Meran war zunächst die gefährlichere Mannschaft, Rossi (23.) und Marco Baggio (29.) verzogen jedoch aus guter Position. Erst nach einer halben Stunde wachte St. Pauls auf, dann aber richtig. Zuerst war Antino bei einem Schuss von Wirth noch mit den Fäusten dran (32.), dann rettete er bei einem Bovolenta-Knaller mirakulös (40.). Beim nachfolgenden Eckball von Stein stieg Greif am höchsten, aber auch er scheiterte an Antino. Den Nachschuss – erneut von Greif – kratzte Rossi für seinen geschlagenen Torhüter von der Torlinie (41.).
Die zweite Hälfte begann ebenfalls ganz nach dem Geschmack der Zuschauer: St. Pauls dominierte, schnürte den Gegner in dessen Hälfte ein – nur die Tore fehlten. In der 55. Minute war Antino bei einem Greif-Kopfball zur Stelle. Vier Minuten später die spektakulärste Szene des Spiels: Bovolenta spielte sich an der linken Auslinie genial durch, passte zur Mitte, wo Wirth für Greif abtropfen ließ, der gleich zweimal im Gewühl aus kürzester Distanz an Antino scheiterte. Im direkten Gegenzug umspielte Strobl bei seiner stärksten Szene Tarantino, passte dann zur Mitte, wo Ioris in höchster Not klärte (60.). Als in der 65. Minute Schieder aus 18 Metern um Millimeter verzog, hatten die Hausherren ihr Pulver verschossen. Auch deshalb, weil nur zwei Minuten später Kabilo eine Unsicherheit in der St. Paulsner Abwehr mit einem herrlichen Heber aus 23 Metern eiskalt zum Meraner 1:0 ausnutzte. In der Folge verbarrikadierte sich Meran geschickt, St. Pauls rannte an, ohne noch einmal richtig gefährlich zu werden.
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